Lieber Leser - Mein Name ist Isabel Meyer,

ich bin 31 Jahre alt und Mutter einer sechsjährigen Tochter.

In meiner Kindheit liebte ich es bereits, spannende Kinderbücher vorgelesen zu bekommen und bestaunte die tollen Bilder darin. Ich musste sie alle aufheben und ich habe sie behütet wie einen Schatz; es durfte kein einziges auf meiner Lebensreise verloren gehen.

Mein Leben lang bin ich schon eine Träumerin… ich erinnere mich noch so, als sei es gestern gewesen… Als kleines Mädchen lag ich während des Autofahrens immer hinten auf dem Rücksitz und genoss den Ausblick der vorüberziehenden Wolken durch das Schiebefenster unseres alten blaufarbigen Opel Kadetts. Dabei träumte ich stets davon, oben auf den Wolken zu liegen und versuchte mir vorzustellen, wie es sich anfühlen würde, auf einer Wolke zu leben.

Was ich damals noch nicht wusste: Mit meiner Kindheitsträumerei legte ich bereits den Grundstein für meine Geschichten, die mir fast 24 Jahre später durch die schwerste Zeit meines Lebens helfen sollten, eine meiner größten Hürden im Mutterdasein zu bewältigen.

Wie Stippes und das Buch entstand:

Meine Tochter kam als Schreikind zur Welt. Wie jede Mama, die ihr Bestes versucht, nahm ich sie zum Schlafen mit mir ins Bett. Meine Liebe und Nähe war das einzige was sie beruhigte. In meiner Nähe war sie einfach zufrieden und schlief, sodass auch ich mich traute, für wenige Stunden meine Augen zu schließen. - Dies wurde über mehrere Jahre zu unserer Lebensgewohnheit.

Die Bindung zwischen meiner Tochter und mir wurde zutiefst innig und wir waren kaum trennbar. Was sich zunächst wundervoll anhört, wurde im Kindergartenalter zu einem gravierenden Problem.

Erfüllt von Verlustängsten, konnte meine Tochter nur schwer Eigenständigkeit entwickeln. Sie ging nicht alleine zu Freunden, blieb ungern alleine im Kindergarten und weigerte sich, alleine zu schlafen. Verzweifelt versuchte ich sie zum Alleineschlafen zu bewegen. Aus diesem Grund fing mein Geist an, Geschichten zu kreieren, die ihr dabei helfen konnten. Diese Geschichten sind ein Zusammenspiel aus meiner eigenen Kindheitsträumerei (im Auto) und Phantasien, die durch Verzweiflung und Schlafmangel entstanden.

Stippes nannte man mich als kleines Mädchen,

es war damals in unserer ländlichen Region eine Art Kosewort. Die große Angst vor dem Alleineschlafen empfand ich als mein eigenes Déja vu und ich fühlte sie mit meiner Tochter mit. So entstanden immer mehr Fragmente meines Buches, und ich packte all meine Mutterliebe und Herzenswärme in die abendlichen Gutenachtgeschichten.

Ich entwickelte eine neue Leidenschaft.

Die Geschichte repräsentiert fast seitengetreu, als meine Tochter anfing, ihre schrecklichen Ängste Stück für Stück zu überwinden. In kleinen Schritten lernte sie, mich loszulassen und alleine in ihrem Bett zu schlafen. Das Loslassen betrifft ja nicht immer nur die Kleinen;)

Weil ich weiß, was für eine große Kämpferin sie war, wurde mein Herz so berührt und ich entwickelte den großen Herzenswunsch, meine Geschichten niederzuschreiben. Ich möchte sie meiner Tochter und all jenen Kindern widmen, die Ängste haben und sich nicht trauen loszulassen, und natürlich jenen, die einfach nur Geschichten lieben. Für groß und klein.

Nun möchte ich Dich und Dein Kind/Deine Kinder gerne zum Lesen einladen.

Mit kuschelig-wolkenweichen Grüßen

Eure Isabel


"Ich wünsche dir einen starken Glauben,

möge dein Leben dich stets an deine leuchtende,- kindliche Leichtigkeit erinnern.

Sodass du durch ungetrübte Augen sehen und betrachten,

angstfrei und entschlossen handeln,

deinem reinen Herzen unbefangen und ehrlich folgen,

geben und empfangen kannst,

wie als Kind!

 Und natürlich ganz viel Spaß und Freude."